Die Andraschkos

Was wohl die neue Ernte bringt? Diese Frage beschäftigt nicht nur Weinbauern, sondern auch Kaffeefarmer – und natürlich uns Kaffeeröster. Kein Jahrgang gleicht dem anderen: das Wetter, das Glück, die Unberechenbarkeit des Lebens. Es ist die richtige Mischung aus Erfahrung und Experimentierfreude, die darüber entscheidet, wie die neuen Blends werden.

Als Kaffeehauswiener könnte man uns in unserem Ursprung bezeichnen. In unseren Augen ist das Kaffeehaus das kulturelle Großformat, das nach einem ebenso großformatigen Kaffee verlangt. Die Wiener Kaffeehaustradition, die historisch mit einer gehörigen Portion »Italianità« beschenkt wurde, aus der der Espresso, als italienische Kaffeetradition und die bewährte Triestiner Röstung entstammt, hat unsere Vorstellung davon geprägt, wie Rohkaffee behandelt werden sollte.

Ebenso inspirierend ist für uns die neue Generation – vor allem amerikanischer Kaffeeröster. Ihnen verdanken wir das neue Bewusstsein, dass wir uns aktiv um Qualität bemühen müssen – indem wir besondere Kaffeebauern finden, mit ihnen kooperieren und sie so motivieren, weiterhin singuläre Spitzenkaffees anzubauen.

So haben wir unseren Platz gefunden, irgendwo zwischen altem Europa und neuer Welt. Unsere Basis bildet die Überzeugung, dass das Rösten von Kaffee ein klassisches Handwerk mit ebensolchem Ethos ist. Es fordert Geduld, die richtigen Maschinen und eine Form der Unberechenbarkeit, wie sie uns jener Rohstoff verordnet, mit dem wir tagtäglich zu tun haben: der Kaffee.